Die Fertigbearbeitung


Die neutrale Farbe, die den Pietra Piasentina kennzeichnet, sorgt für eine perfekte Anpassung an jede Einrichtung, während die ausgezeichneten physikalischen und mechanischen Eigenschaften ihn für die unterschiedlichsten Anwendungen im Innen- und Außenbereich geeignet machen.

Je nach den Bedürfnissen des Kunden kann die Oberfläche des Steins auf verschiedene Arten behandelt werden. Der Stein wird für Böden, Wände, Treppen, Türen, Schwellen, Fensterbänke, Tür- und Fensterrahmen und zur Gestaltung von kleinen Objekten verwendet.

Gestockt

Das Stocken besteht in einer mechanischen Bearbeitung, die die Oberfläche des Pietra Piasentina faltig und noppenartig erscheinen lässt. Diese Bearbeitung erfolgt mit verschieden großen spitzen Werkzeugen, die es ermöglichen mehr oder weniger tiefe Muster zu erzeugen. Die Oberfläche behält die natürliche Farbe des Steins bei, während die geprägten Bereiche deutlich heller erscheinen. Die Mindeststärke der Fliesen muss mindestens 2 cm betragen, um diese Bearbeitung durchführen zu können.

Geflammt

Die als „geflammt“ bekannte Oberflächenbehandlung des Pietra Piasentina erzeugt mittels eines speziellen Wärmebrenners, der aus einer Mischung aus Sauerstoff und anderen Gasen gespeist wird, eine charakteristische raue Oberfläche; anschließend wird umgehend mit Wasser abgekühlt. Die brüske Erwärmung und das sofortige Abkühlen des Steins verursachen ein leichtes Abbröseln der oberen Schicht, was die charakteristische raue und mikrostichige Oberfläche zur Folge hat. Diese Bearbeitungsmethode hebt die Chromatik des Materials besonders hervor, die graue Grundfarbe mit den nach Rot-Braun tendierenden Tönungen und die hellen Äderungen, falls diese vorhanden sind.

Geschliffen

Das Schleifen der Oberfläche wird im so genannten trockenen Verfahren durchgeführt, d.h. ohne den Einsatz von Wasser. Die bereits gesägte Oberfläche wir per Hand mit einer tragbaren Schleifmaschine und Schleifscheiben (Typ ZEC 36 o. ä.) so lange geschliffen, bis eine gleichmäßige und glatte Oberfläche entsteht. Das Charakteristische dieser Bearbeitungsweise sind die sichtbaren Mikrospuren der Schleifscheibe, die das Ergebnis der Körnung der Schleifscheibe und der eingegebenen Schleifrichtung sind.

Gesägt

Die Oberflächenbehandlung „gesägt“ des Pietra Piasentina bedeutet, dass die Zeichen, die durch die Schnittwerkzeuge entstanden sind, deutlich sichtbar sind, d.h.:

  • Leicht rau und parallele Rillen, wenn Diamantklingen verwendet werden;
  • Radiale Einschnitte mit unterschiedlichen oder überkreuzten Einschlägen, wenn Kreissägen verwendet werden.

Geflammt und Gebürstet

Die Oberflächenbehandlung „geflammt und gebürstet” bedeutet das bürsten bereits geflammter Oberflächen. Dadurch splittert die Oberfläche leicht, wodurch die Oberfläche rau und mikrostichig erscheint. Das Endergebnis ist eine weiche samtartige Oberfläche, die der Orangenhaut ähnelt. Die typischen Farben des Steins werden hervorgehoben.

Glanz und Mattglanz

Durch den Einsatz von Schleifscheiben mit immer feiner werdender Körnung erhält man beim Mattglanz-Schliff eine glanzlose, matte Oberfläche und beim Glanz-Schliff eine glatte, reflektierende Oberfläche. Nach dieser Behandlung nimmt die Oberfläche eine dunklere und intensivere Tönung an.

Gebürstet

Das Bürsten kann auch nach anderen Oberflächenbehandlungen durchgeführt werden. Die Oberfläche des Pietra Piasentina wird solange mit einer Serie von Bürsten behandelt, bis der gewünschte Rauheitsgrad und Effekt erreicht ist. Die endgültige Farbwirkung hängt von der Art des Bürstens ab; je mehr gebürstet wird desto dunkler und durchscheinender wird der Stein.